Neueste Wanderungen
Tauchen, Pilzen, Schweigen
am 4.10.2025
Das hatte ich schon länger im Auge und heute ist der ideale Zeitpunkt- ich will von Süden her zum Wechsel und möglichst viel von der Oktober-Sonne genießen. Dabei werde ich bis zur Vorauer Schweig gehen.
Mein Startpunkt ist bei einem dieser klassischen, schönen Bahnhöfe- dem Bahnhof vom leicht eigenartig benannten Ort „Steirisch-Tauchen“. Es gibt auch noch ein Tauchen in Niederösterreich und weil die komplett verpeilt waren, haben die auch noch burgenländische Postleitzahlen, wenn ich die Verwirrung richtig in Erinnerung habe
und auch wenn es kühl ist - das Wetter ist toll, die Farben wie frisch gewaschen
Hinauf auf einem Weg, der offenbar wenig begangen wird überquere ich die Wechsel-Bundesstraße, muß auf schönem Weg ein Stück bergab
bis ich zu einem Bach mit einem Brückerl komme -was mich immer freut. Ich wundere mich noch, was das nun wäre - das ist tatsächlich die Pinka- damit habe ich nicht gerechnet.
und hinauf zum kleinen Ortsteil Baumgarten
Und ich werde, als ich hier gehe und freundlich Leute grüße, gefragt, wohin ich unterwegs bin. Als ich meine Wanderung skizziere höre ich gleich zweimal hintereinander von verschiedenen Leuten „Was, so weit?“ - na die machen mir Mut. Aber gut, ich gehe trotzdem weiter, komme an netten Rastplätzen vorbei
und an Riesenmengen an Steinpilzen. Dick und fett, einige sind abgeerntet, andere stehen noch. Vor allem der „Fuß“ ist echt massiv - und das ist nur einer von vielen
Noch ein schöner Rastplatz, wo ich einen Schluck Wasser nehme
aber Pause mache ich erst bei der Thalberger Schweig (privat)
Gestärkt geht es immer noch in der Sonne durch den Wald
wo ich eigentlich vor dem Windhag Römerspuren zu finden hoffte - doch sie sind nicht da. Aber offenbar hab ich die auf der Karte zu früh verortet - erst beim Abstieg sehe ich sie - dann sind sie aber auch wirklich nicht zu übersehen
Leider ist es nun so weit- es wird ein bißchen finsterer - aber der Weg hier oben, der ist sehr schön
Bei der Vorauer Schweig (nicht -mehr- bewirtschaftet) mache ich Pause. Hier gibt es aber auch z.B. Wein zu kaufen und andere Getränke, die im Brunnen gekühlt werden.
Danach geht es ein Stück bergauf und dann über die „Steinerne Stiege“ bergab
bis zur „Stoa-Alm“ - das ist so eine richtige Skihütte und ich hätte mir ja gern einen Germknödel genommen, aber den haben sie nicht, zu wenig Leute sind heute wandern. Aber der Strudel ist ausgezeichnet. Während ich sitze, wurde es noch ein bissl schlechter, es hat zu nieseln begonnen und so gehe ich zwischen leichtem und starken Nieseln nachher bergab, z.T. über Skipisten
zum Teil durch Wald
runter nach Mönichkirchen. Dort kehre ich, weil der Bus mich noch etwas warten läßt, auf einen schnellen Kaffee beim Kirchenwirt ein. Ein Wirtshaus von einem Wirtshaus, mit offenbar einem alten Ehepaar als Wirtsleuten, sehr nett, ich krieg einen Riesengupf (echtes!) Schlagobers auf meinen Kaffee und kann dann gestärkt nach Hause. Das war eine echte Genußwanderung!

















