Schwein gehabt

am 12.3.2016

Die Wettervorhersage ist durchwachsen, es soll regnen oder gar schneien. Daher heute kein Gipfel, sondern eine längere Runde durch den Dunkelsteiner Wald. In Oberwölbling bei der Kirche stelle ich mein Auto ab. Oberwölbling hat riesige Parkflächen und ich bin der einzige, der hier parkt. Ob das im Sommer anders ist?

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Durch Oberwölbling durch komme ich zum nächsten Parkplatz beim Waldbad. Das schaut echt nett aus, das kann ich mir im Sommer gut vorstellen. Ein kleines Schwimmbad für die Umgebung. Dahinter geht es endlich in den Wald

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Im Wald ist es zum Teil ziemlich naß, ich gatsch herum und versuche nicht allzutief zu versinken. Danach komme ich vom Quellhorizont aufwärts und auf trockeneres Terrain. Ich passiere das Schledererkreuz (das ich zuerst als Schlendererkreuz lese, das wäre passender)

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Danach am weißen Kreuz vorbei komme ich an einem kleinen Bach zu diesem Mini-Teich mit eigener Insel. Schade, daß es nicht heiß und sonnig ist, sonst hätte ich es mir auf der Insel wahrscheinlich gemütlich gemacht ;-)

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Durch sanften Wald geht es jetzt am Welterbesteig weiter. Ich habe Glück - es regnet nicht und auch kein Lüfterl regt sich. So ist es gut auszuhalten, auch wenn es nicht sonnig und warm ist.

So komme ich zum „Toten Mann“ und zur „Toten Frau“. Die Legende besagt, daß ein Ehepaar nach Maria Langegg pilgern wollten, um für ihren kranken Sohn zu beten. Dabei wurden sie von einer Räuberbande überfallen und der Mann sofort getötet. Die Frau bat darum, noch so weit gehen zu dürfen, daß sie Maria Langegg sehen kann. Der Wunsch wurde gewährt und man tötete sie erst dort. Später hat man hier eine Kapelle errichtet

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Gruselige Geschichte… Ich gehe nun vom Wanderweg ab und folge einer Forststraße, weil ich quer hinüberschlagen will Richtung Stift Göttweig. Ich gehe weiter und dann einem Holzweg nach… und auf dem bin ich dann auch. Es ist auf einmal ein 3m hoher Zaun vor mir. Ich gehe nach links (also parallel zum Wanderweg) und neben mir Zaun, Zaun, Zaun. Plötzlich vor mir wieder Zaun und links von mir auch Zaun. Wie, verflucht, bin ich da in dieses eingezäunte Areal reingekommen? :?: Naja, an einem von den Stehern rauf und drüber über den Zaun. Ich bin jetzt mitten im Wald und versuche in Richtung der Forststraße zu kommen und gehe über eine kleine Anhöhe. Seltsam, da sind in dem Hügel lauter Luftschächte…. ist das ein alter Bunker? Mir kommt ein Verdacht… da springt ein Wildschwein vor mir weg. So nah habe ich das noch nie gesehen :-) Ich geh ein Stückl weiter, da sehe ich noch ein Wildschwein.. und dann…

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eine ganze Rotte. Ich hab einen anderen Verdacht - ich bin wohl im Wildschweingehege gelandet. Glücklicherweise führen die Bachen nicht und die Jungs und Mädels sind scheu genug, daß sie sich in den Wald verziehen und eher davonhüpfen. Na gut. Das heißt, ich habe noch einmal so einen Zaun vor mir. So ist es dann auch, unten am Bach noch einmal, inklusive Elektrostimulation (der Zaun ist unten elektrisch geladen) m( dann bin ich wieder draußen.

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Jetzt noch vom Bach steil aufwärts wild durch den Wald, dann bin ich wieder auf einem Paudorfer Rundweg mit ein bissl Aussicht

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An netten Bacherln vorbei geht es hinab und dann wieder hinauf

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Ein Holzbauer fragt mich, warum ich die Kopfhörer aufhabe, hier wo es so still und schön ist… ja, so lange, bis er dads Fichtenmoped geschwungen hat, das sage ich ihm aber nicht ;-)

Ich erspare mir nun den eigentlich geplanten Aufstieg rüber zum Waxenberg. Es ist wenig Aussicht zu erwarten und vor allem bin ich müde. Dank dessen, daß es ja heute keinen Gipfel gibt, stelle ich fest, daß ich bereits 4 Stunden unterwegs bin und 16km zurückgelegt habe - Göttweig blinzelt beim Abstieg im Graben durch

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bevor ich mich hinauf begebe zu den Mammutbäumen

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Ja, die gibt's da wirklich, inklusive Waldlehrpfad. Nach kurzer Rast geht es weiter, vorbei am Schweindlkreuz (heute habe ich es mit den Schweindln, keine Ahnung, warum das dort so heißt) und bei den 7 Marksteinen - wobei 7 offenbar für „viele“ steht

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und dann wieder hinunter über (neuerlich gatschige) Wege hinunter nach Oberwölbling